Finanzierung und Auslagerung

Finanzierung und Auslagerung

 

Möglichkeiten zum Funding und Outsourcing

 

Aktuelle Situation in deutschen Unternehmensbilanzen

In Deutschland ist es verbreitet, dass Unternehmen eine betriebliche Vorsorge für Ihre Arbeitnehmer anbieten. Ein Großteil davon sind Pensionsrückstellungen in der Bilanz oder auch dotierte Unterstützungskassen. Einen großen Risikofaktor stellen ,,ungedeckte“ Pensionsverpflichtungen dar, da sie einen signifikanten Einfluss auf die Bilanzstruktur haben.

 

Im Rahmen des deutschen Steuerrechts mindern Pensionsrückstellungen den steuerpflichtigen Gewinn, daher wurden diese lange Zeit nur mit Einschränkungen behandelt. Die Berechnungsgrundlage war starr und Risiken wie Rentenanpassungen, Langlebigkeit und Gehaltsdynamik wurden nicht ausreichend einbezogen. Auch der festgelegte Diskontierungssatz von 6 % p.a. ist zurzeit nicht auf Marktniveau. Erst mit dem Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) werden Pensionsrückstellungen seit 2010 unter Berücksichtigung von Gehalts- und Rentensteigerungen mit einem marktnahen Zins bewertet.

 

Die internationale Rechnungslegung (IFRS/US-GAAP) richtet die Bewertungsgrundlagen sehr stark am Markt aus. Daher ist bei einer Umstellung eine Steigerung von etwa 20 bis 25 % der Rückstellungen zu erwarten. Doch auch hier wird der ökonomische Wert (Fair Value) noch nicht ganz ausgeschöpft. Da dieser alle Kosten und Risiken enthält, kann er erneut um 40 % steigen, wenn administrative Kosten, Beiträge zum Pensionssicherungsverein oder Kosten wie Risikoprämien als auch des Asset Managements berücksichtigt werden.

 

Saldierungsfähiges Deckungsvermögen mit dem BilMoG

Das BilMoG bietet Lösungsmöglichkeiten zur Reduzierung der zum Teil erhöhten Pensionsrückstellung. Ermöglicht wird dies durch den Launch eines Saldierungsangebots von Pensionsrückstellungen und sogenannten Deckungsvermögen, wie es auch in der internationalen Rechnungslegung zu finden ist. Für ein solches saldierungsfähiges Deckungsvermögen schreibt das BilMoG Insolvenzfestigkeit und Zweckexklusivität der Vermögenswerte vor. Aufgrund dieser Bedingung sind betriebsnotwendige Vermögen wie eigengenutzte Immobilien als Deckungsvermögen ausgeschlossen. Im Gegensatz zur internationalen Rechnungslegung muss keine Übertragung auf einen unabhängigen Rechtsträger erfolgen. Allein die Verpfändung eines Wertpapierdepots oder auch eine Rückdeckungsversicherung zum Zwecke der Rückdeckung einer GGF-Zusage können eine Bilanzwirkung erzielen. Die in der internationalen Bilanzierung weit verbreiteten Treuhand-Lösungen (CTA – Contractual Trust Arrangement) bieten sich für größere Belegschaften an, um Pensionsverpflichtungen effizient und bilanzwirksam zu finanzieren.

 

Diese Zusammenhänge zur Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen lösen bei Unternehmen eine Vielzahl an Fragen aus, die sich um Pensionsrisiken, die Möglichkeit der Risikoreduzierung durch Asset-Lösungen oder Versicherungslösungen und den Liquiditätsabfluss drehen.

 

Grafenberg bietet Ihnen eine ganzheitliche und individuelle Pensions-Risiko Analyse, die als Grundlage zur Projektion der Verpflichtungsdauer und Unbeständigkeit von Versorgungsverpflichtungen dient. Zudem werden Langlebigkeitsrisiken betrachtet. Anhand von Wahrscheinlichkeitstafeln erfolgt die Erstellung von jährlichen Betrachtungen, die den Eintritt und die Höhe von Rentenzahlungen angeben. Daraus ergeben sich unterschiedliche Szenarien mit abweichenden Auszahlungen. Um die Auswirkungen in der G+V, Liquidität und Bilanz Ihres Unternehmens zu veranschaulichen, werden die möglichen Rentenzahlungen simuliert. Nach einer umfassenden Konzeption Ihrer individuelle Finanzierungslösung beraten wie Sie eingehend bei der Implementierung.